Geld ist ständig präsent
Es gibt Themen, die stehen selten auf der Agenda – und sind doch in fast jedem Meeting anwesend. Geld gehört dazu. Nicht als Zahl in der Bilanz, nicht als Budgetposition, nicht als Gehaltsrunde. Sondern als leise innere Unruhe. Als Sorge, ob die nächste größere Ausgabe zu stemmen ist. Als Druck, der mit nach Hause geht und am nächsten Morgen wieder mit ins Büro kommt. Als Gedanke im Hintergrund, während eigentlich Konzentration, Kreativität und Präsenz gefragt wären.
Lange wurde finanzielles Wohlergehen als Privatsache betrachtet. Wer Geldsorgen hat, soll eben besser planen, mehr sparen, vernünftiger konsumieren. Doch diese Sicht greift zu kurz. Denn Geld ist nicht nur rational. Geld ist emotional. Es berührt Sicherheit, Freiheit, Zugehörigkeit, Status, Zukunftsvertrauen und Selbstwirksamkeit.
Genau deshalb ist Financial Wellbeing kein netter Zusatznutzen für Mitarbeitende, sondern ein hochaktuelles Thema für Geschäftsleitungen, HR und Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Warum gerade jetzt?
Weil die Zahlen zeigen, dass finanzielle Unsicherheit längst in der Mitte der Arbeitswelt angekommen ist. Der Financial-Wellbeing-Report von Roland Berger und House of Finance & Tech Berlin beschreibt Deutschland mit einem Financial-Wellbeing-Score von nur 53 auf einer Skala von 0 bis 100. Gemessen werden dabei unter anderem Kontrolle über die eigenen Finanzen, Zukunftssicherheit, finanzielle Freiheit und Stress.
Deutschland liegt damit nur im Mittelfeld – und das in einer Zeit, in der Unternehmen von ihren Mitarbeitenden Fokus, Flexibilität und Veränderungsbereitschaft erwarten.
Das ist keine Randnotiz. Es ist ein Hinweis auf fehlende finanzielle Resilienz in einer Zeit, in der Transformation, Inflationserfahrung, Wohnkosten, Vorsorgelücken und Zukunftsunsicherheit ohnehin viele Menschen belasten.
Die IU-Studie zum finanziellen Wohlbefinden in Deutschland bringt eine weitere wichtige Perspektive hinein: Geld ist „mehr als nur eine Zahl auf dem Konto“ – es löst Gefühle aus. Die repräsentative Studie zeigt, dass finanzielle Unabhängigkeit für viele Menschen ein zentrales Ziel ist, gleichzeitig aber finanzielle Unsicherheit, Sorge um Altersvorsorge und wirtschaftliche Zukunft deutlich spürbar sind.
Natürlich lohnt sich auch der Blick in die USA, weil dort Financial Wellness als Corporate Benefit bereits weiter verbreitet ist. Die aktuelle PwC Employee Financial Wellness Survey 2026 zeigt: 59 Prozent der Befragten fühlen sich aktuell finanziell gestresst. PwC beschreibt finanziellen Stress ausdrücklich als Faktor, der Produktivität und Engagement beeinträchtigen kann.
Diese Zahlen stammen aus den USA und lassen sich nicht eins zu eins auf Deutschland oder Österreich übertragen. Aber das Grundmuster ist universell: Wer finanziell unter Druck steht, hat weniger mentale Kapazität. Und genau diese Kapazität brauchen Unternehmen heute mehr denn je.
Kein „Nice to have“ – sondern ein strategischer Hebel
Damit gehört Financial Wellbeing mitten in die Diskussion um modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement. Denn BGM darf heute nicht bei Rückenschule, Ernährung und Entspannungskursen stehen bleiben.
Die entscheidende Frage lautet: Was belastet Menschen wirklich? Und was hilft ihnen, im Alltag wieder handlungsfähig zu werden?
Ein gutes Beispiel dafür, dass Unternehmen dieses Thema bereits praktisch angehen, liefert die BASF-Stiftung. In dem vorgestellten Kompetenzzentrum wird psychische und soziale Unterstützung ganzheitlich gedacht: Arbeit, Privatleben, Finanzen, Medizin und Workshops werden nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern als miteinander verbundene Lebensbereiche.
Im Bereich Finanzen geht es neben Haushalts- und Budgetplanung auch um finanzielle Sorgen und Existenzsicherung. Genau das zeigt: Finanzielle Gesundheit ist kein isoliertes „Geldthema“, sondern Teil psychosozialer Stabilität.
Für Geschäftsleitungen und HR-Verantwortliche liegt darin eine große Chance. Financial Wellbeing ist kein „nice to have“. Es ist ein strategischer Hebel.
Denn finanziell belastete Mitarbeitende sind nicht einfach nur privat belastet. Sie sind häufiger abgelenkt, weniger fokussiert, weniger zuversichtlich. Sie verschieben Entscheidungen, vermeiden Gespräche, tragen Stress in Teams hinein oder ziehen sich innerlich zurück.
Und oft sehen Führungskräfte nur die Symptome: Unkonzentriertheit, Gereiztheit, Fehlzeiten, sinkendes Engagement, höhere Wechselbereitschaft.
Umgekehrt gilt: Wer mehr Klarheit über die eigene finanzielle Situation gewinnt, gewinnt auch innere Ruhe. Wer versteht, welche Geldmuster ihn oder sie antreiben, kann bewusster entscheiden. Wer erlebt, den eigenen finanziellen Alltag wieder gestalten zu können, erlebt Selbstwirksamkeit.
Und Selbstwirksamkeit ist einer der stärksten Resilienzfaktoren überhaupt.
Was ein gutes Financial Wellbeing ausmacht
Wir verstehen Financial Wellbeing nicht als trockene Finanzschulung. Und auch nicht als Produktschulung, Altersvorsorgekampagne oder Excel-Übung.
Unser Ansatz beginnt tiefer: bei der Beziehung zu Geld.
In unserem Buch „Positives Geld für eine regenerative Welt“ beschreiben wir Geld als etwas, das weit über Zahlen, Zinsen und Strategien hinausgeht. Geld ist emotional, individuell und ein Spiegel dessen, wer wir sind und wie wir durchs Leben gehen. Unsere Beziehung zu Geld kann ein Schlüssel sein, um Veränderungen bei uns selbst und in der Welt anzustoßen.
Das ist der Unterschied.
POGEBIX verbindet Geldkompetenz mit Mentaltraining. Wir bringen Finanzwissen, Achtsamkeit, Money-Scripts, emotionale Muster und Selbstwirksamkeit zusammen.
Denn viele Menschen wissen theoretisch, dass sie sich mehr um ihre Finanzen kümmern sollten. Aber Wissen allein verändert noch kein Verhalten. Der bekannte Knowing-Doing-Gap zeigt sich beim Geld besonders deutlich: Man weiß, was vernünftig wäre – und tut trotzdem etwas anderes. Oder gar nichts.
Warum?
Weil Geld mit Angst, Scham, Überforderung, alten Glaubenssätzen und inneren Antreibern verbunden ist. Sätze wie „Geld wächst nicht auf Bäumen“, „Über Geld spricht man nicht“, „Reich sein macht unglücklich“ oder „Ich kann nicht mit Geld umgehen“ wirken oft länger, als uns bewusst ist.
In unserem Buch greifen wir deshalb das Konzept der Money Scripts auf: tief verankerte Überzeugungen, die unser Finanzverhalten prägen – oft entstanden durch Kindheit, Familie, Kultur und Erfahrungen.
Für Unternehmen heißt das: Wer Financial Wellbeing wirksam fördern will, muss Kopf, Herz und Hand ansprechen.
Es braucht Fakten und Tools, ja. Aber es braucht auch Reflexion, sichere Gesprächsräume und die Erlaubnis, über Geld anders zu sprechen: nicht beschämend, nicht belehrend, nicht verkaufend – sondern stärkend.
Formate und Angebote
POGEBIX arbeitet mit unterschiedlichen Formaten.
Für Führungskräfte und Entscheider eignet sich der Executive Impuls „Financial Wellbeing als Resilienzfaktor“. Hier geht es darum, das Thema strategisch einzuordnen: Warum finanzielle Gesundheit in die People-Strategie gehört, wie Geldstress Leistung und Kultur beeinflusst und wie Unternehmen sinnvolle erste Schritte setzen können.
Mitarbeitende erreichen wir in Workshops und Programmen wie „Geld, Stress und Selbstwirksamkeit“. Hier geht es um die persönliche Geldbeziehung, typische Stressmuster, erste Schritte zu mehr Überblick und die Frage, wie Menschen aus finanzieller Ohnmacht wieder in Gestaltungskraft kommen.
Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Leichtigkeit, Tiefe und praktischen Übungen.
Geld-Finanz-Bildungs-Trainings-Kompetenz aus einer Hand
Warum POGEBIX dafür die richtigen Ansprechpartner sind?
Weil wir beides mitbringen: die inhaltliche Geldkompetenz und die Erfahrung in der Arbeit mit Menschen. Friedhelm Boschert und Raffaela Hofmann kommen aus Banking, Führung, Bildung, Achtsamkeit, Learning & Development, Mentaltraining und impact-orientierter Transformation.
POGEBIX steht für GeldBildung, die nicht bei Wissen stehen bleibt, sondern Entwicklung ermöglicht: Geld als Wirkungsinstrument verstehen, die eigene Geldgeschichte bewusst machen, Blockaden lösen, Klarheit gewinnen und Selbstwirksamkeit stärken.
Für diesen innovativen Ansatz wurde POGEBIX 2025 in Frankfurt mit dem „ESG Transformation Award Kategorie Financial Literacy“ ausgezeichnet.
Gerade der neue Blick auf Finanzbildung – weg von reiner Wissensvermittlung, hin zu Bewusstsein, Wirksamkeit und Verantwortung – macht diesen Ansatz so relevant für Unternehmen.
Ein neuer Baustein für gute Personal-Arbeit
Geschäftsleitungen und HR-Verantwortliche stehen heute vor einer klaren Aufgabe: Sie müssen Arbeitsumfelder schaffen, in denen Menschen leistungsfähig bleiben, ohne sich innerlich zu erschöpfen.
Financial Wellbeing ist dafür kein Randthema. Es ist ein Baustein moderner Fürsorge, strategischer Personalbindung und gesunder Unternehmenskultur.
Denn Geldstress bleibt nicht zu Hause. Er sitzt mit im Meeting. Er beeinflusst Entscheidungen, Energie, Fokus und Zusammenarbeit.
Die gute Nachricht ist: Unternehmen können etwas tun. Nicht indem sie Verantwortung für das Privatleben ihrer Mitarbeitenden übernehmen. Sondern indem sie Orientierung, Bildung und geschützte Entwicklungsräume anbieten.
Mitarbeitende, die weniger von Geldstress abgelenkt sind, sind fokussierter, zuversichtlicher, engagierter und produktiver. Sie erleben mehr Kontrolle, mehr Sicherheit und mehr Gestaltungskraft.
Und vielleicht beginnt genau dort eine neue Form von BGM: nicht nur gesünder arbeiten, sondern auch finanziell klarer, bewusster und selbstwirksamer leben.
Lass uns reden....