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Ein Workshop. 25 Jugendliche. Und plötzlich war alles möglich.

28. Januar 2026 durch
Ein Workshop. 25 Jugendliche. Und plötzlich war alles möglich.
Raffaela Hofmann

Ein Workshop. 25 Jugendliche. Und plötzlich war alles möglich.

Als wir PoGeBiX letztes Jahr 2025 den Nachhaltigkeitspreis ESG Transformation Award gewonnen haben, lernte ich Sophie von Next Generation Invest (https://next-generation-group.de) kennen. 

Aus einem weiteren Gespräch entstand eine Idee. In einer Schule, die sie finanzieren, der Offenen Schule Köln, sollte ich einen Finanzbildungs-Workshop mit Schüler*innen und Lehrkräften machen. 

Gut abgestimmt, gemeinsam vorbereitet, getragen von der Überzeugung, dass Finanzbildung anders aussehen darf. Menschlicher. Tiefer. Wirkungsvoller. 

Am 27. Januar 2026war es so weit. 

25 Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. 

Eine sehr heterogene Gruppe. Darunter sechs Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Hierbei handelt es sich um das Schulfach Wirtschaft. Die älteren Semester bekommen hier auch Noten. Man kann sich vorstellen die Alterspanne 12-16, da ist schon inhaltlich und emotional ein gewaltiger Unterschied. 

Ein paar Kids kamen gleich zu Beginn und meinten, wozu ist die da, wir brauchen das nicht, keinen Bock, na wunderbar. Doch sowas stört mich nie, das darf schon sein. 😉 

Ich eröffnete den Workshop mit einem Donnerschlag

Ich stellte mich mitten in den Raum, zerknüllte gut gelaunt einen 100 Euro- Geldschein und warf ihn auf den Boden. 

Stille. Nachdenken. 

Blicke, die gierig auf das Geld gingen. 

Und ich hatte sie. 

Wie immer, wenn es ums Geld geht, ganz im Sinne unserer Pogebix-Philosophie. 

Wir starteten mit Rollenspielen zum Thema arm und reich. 

Niemand musste sich selbst zeigen.  Jeder durfte stellvertretend seine Rolle einnehmen. Plötzlich hatte jede und jeder etwas zu sagen. 

Kinder, die laut Lehrkräften sonst nie sprechen. Jugendliche, die sonst eher gelangweilt Zeit absitzen. Sie waren da. Wach. Beteiligten sich ungewohnt viel. 

Ich ging einen Schritt weiter. 

Zuerst die Frage: „Wenn du reich wärst – was würdest du mit deinem Geld machen?“ 

Dann die zweite Runde, Gruppenarbeit: „Stell dir vor ihr seid reich – was wollt ihr mit eurem Geld bewirken?“ 

Und plötzlich ging es nicht mehr ums Ich. 

Geld wurde zum kollektiven Wirkungsinstrument. 

Die Welt sollte positiver werden. Schöner. Gerechter. Mit Zukunftsfantasie. Genau das brauchen wir gerade. Und eigentlich immer. Und wie so oft, wirklich immer, kamen wir ganz automatisch in die Nachhaltigkeitsthematik. Ohne Moral. Ohne Vorschriften. Ohne erhobenen Zeigefinger. Mehr als die Hälfte der 17 SDGs wurde benannt, für gut befunden und in ihre eigene Sprache übersetzt. In ihre Lebensrealität. 

Dann diese Frage: „Braucht man dafür viel Geld?“ Und die Antwort kam aus dem Raum: Ich kann viel machen, auch mit wenig Geld. Jeder noch so kleine Schritt zählt. 

Jackpot. Gänsehaut. 

Auch bei den Lehrkräften. 

Die Energie war unglaublich. 

Die Kinder gingen raus mit einem neuen Gefühl: Es ist okay, reich sein zu wollen. Es ist auch okay, es nicht zu wollen. Aber ich kann immer etwas fürs große Ganze tun. Nicht nur ich, höher, schneller, weiter. 

So sind wir als Menschheit nicht gedacht. Für Verbindung. Für Verantwortung. 

Für eine positive Zukunft. Das ist Wirtschaftsbildung, die es braucht. 

Und vernetztes Denken entstand ganz automatisch, mit den richtigen Fragen von mir. Themen wie „Temu verbieten?“ drehten wir um. Ich wechselte die Perspektive und sagte: „Kauf dort einfach nicht mehr ein. Das bewirkt auch etwas.“ Wir können nicht immer nur verbieten. 

Du hast es selbst in der Hand, wie und wo dein Geld wirkt. Und ja, es gibt viele Möglichkeiten, Geld mit Impact einzusetzen. Es muss nicht immer nur der klassische Kapitalmarkt sein. 

Alles in zwei Stunden. Und inhaltlich behalten. Das ist Wirkung. 

Danke an die Offene Schule Köln. Danke an Sophie und Next Generation Invest. Danke an die Lehrkräfte. 

Und vor allem: Danke an diese jungen Menschen. Wenn du Fragen hast oder selbst so einen Workshop möchtest, schreib mir. 

Hier noch ein paar Impressionen….


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